Was lernt das Kind

Die wichtigste Frage, die sich Menschen im Umgang
mit Kindern immer wieder stellen sollten:
 
„Was lernt das Kind gerade wirklich durch mein Verhalten
und durch meine wie gemachten Ansagen?“
 
Nach kurzem Nachdenken und ehrlicher Antwort
kommt da oft sehr Überraschendes heraus.  
 
Eine kommunizierte Korrektur des eigenen Verhaltens
erleichtert Bindung und Zusammenlebern ungemein.

Gewalt

Du schlägst dein Kind?
Du demütigst und beschämst es?
Du vernachlässigst es schwer?
 
Das sind keine „Erziehungsfehler“!
 
Das ist Gewalt!* in verschiedenen Formen.
 
Du bist Täterin. Du bist Täter.
 
 
*zum Teil strafrechtlich relevante Gewalt
 
 
Dafür gibt es keine Rechtfertigung. Niemals.
Übernimm Verantwortung.
Lass es nicht soweit kommen.
Es gibt Hilfe. Fürs Kind zuerst. 
Im Vorfeld aber auch für dich.

Alle Gefühle sind erlaubt!

„Warum sollte ich meinem Kind erlauben
seiner Wut einen Ausdruck zu geben?“
 
„Damit es lernt, wie es seine Wut
ausdrücken kann, ohne dabei sich
und andere erheblich zu verletzten.“

Rechtfertigung? Nein!

"Meine Kindheit war entsetzlich schrecklich!"

hilft für das Verständnis des Warums.
Ist jedoch in Bezug auf eine Absolution
kein taugliches Argument. Warum?
Weil es Abertausende mit ähnlicher Kindheit
gab, die nicht zu Tätern geworden sind.

Sexuelle Gewalt

Da gibt es nichts zu besprechen, zu diskutieren oder gar abzuwägen:

Es gibt keinen "gewaltfreien und einvernehmlichen" Sex zwischen Erwachsenen und Kindern.

Kurzfassung ->

Jedwede Form von Sexualität kann nur dann einvernehmlich sein, wenn alle Beteiligten mit den gleichen Wörtern und Gesten das Gleiche in ihrer inneren Vorstellungswelt verbinden können bzw. wenn es zumindest einen minimalen Konsensen über die Bedeutung und Folgen des jeweiligen gewollten gemeinsamen Tuns gibt.  Das ist bei zwei Erwachsenen schon nicht ganz einfach, geht manchmal ganz schön in die Hose und bedarf in vielen Situationen schon intensiverer Kommunikation. Kindliche Sexualität ist jedoch Universen entfernt von einer erwachsenen Sexualität. Da kann es kein Einvernehmen geben, weil es keine Begrifflichkeiten gibt, die sich auf identische oder sich auch nur annähernden innere Bilder, Vorstellungen, Erfahrungen, Assoziationen beziehen könnten.

In einer wie auch immer gearteten Beziehung zwischen einem Erwachsenen und einem Kind gibt es ohne Ausnahmen ein nicht wegzudiskutierendes Machtgefälle und ganz konkrete Abhängigkeiten. Auch wenn diese im realen Zusammenleben nicht permanent im Vordergrund stehen, so weiß der Erwachsene, vor allem aber auch das Kind darum. Deshalb beinhaltet Sexualität zwischen einem Erwachsenen und einem Kind immer! Machtmissbrauch, Gewalt und Erpressung.

Intuition

Die intuitive Kommunikation mit Kindern im ersten Lebensjahr ist für mich immer wieder ein Wunder. Welch ein emphatisches Potential dem Menschen doch inne wohnt.
 
Und wie wenig wir es doch in anderen Kontexten nutzen. Wo und warum kommt uns das bloß abhanden?