Mehrsprachigkeit

Zu dem Gedöns, dass zu viele Kinder zuhause nicht deutsch sprächen, folgende Überlegungen:

Kinder wachsen meistens ohne Probleme, quasi nebenbei, in mehreren Sprachen auf – das nennt man bilingual. 

Kindergärten werben sogar damit, dass sie noch eine Fremdsprache anbieten. Scheint kein Problem zu sein, wenn es sich dabei um Englisch, Französisch oder gar Chinesisch handelt.

Die Abwertung der nichtdeutschen/nicht gewünschten Muttersprache verwirrt die Kinder. Ich erinnere mich, dass meine damaligen HauptschülerInnen davon überzeugt waren in ihren Lebensläufen „keine Fremdsprachen“ angeben zu dürfen, obwohl sie seit Jahren perfekt in ihrer jeweiligen Muttersprache und in diversen dazugehörigen Dialekten simultan die schwierigsten Gespräche für ihre Eltern übersetzen und fließend zwischen diesen Sprachen wechseln konnten.

Das Problem ist meiner Meinung nach nicht, dass Kinder mehrsprachig aufwachsen, sondern das Problem ist, dass Kindergarten/Schule anscheinend nicht in der Lage sind, die deutsche Sprache in einer Art und Weise zu lehren, dass alle! Kinder (auch die nur deutschsprachigen) sich darin kompetent wie Fische im Wasser bewegen können.

Also, was soll das? 

Darum geht es -> Bericht

Selbstregulierung


Kindergarten: Kleiner Junge (4 Jahre) weint und schreit, weil Mama geht. Er signalisiert ganz klar, dass er nicht getröstet oder gar angefasst werden will. Also setzte ich mich neben ihn, in einem Abstand, den er aushält und lasse ihn schreien. Ich gebe seinem Zorn leise Worte und bestätige ihm, dass er alles Recht der Welt hat zornig zu sein. Zwischendrin summe ich eine Melodie vor mich hin, womit ich ihm signalisieren möchte, dass ich ganz unaufgeregt und gelassen bin. Alles gut. Er schreit immer noch. Nach acht Minuten lässt er es zu, dass meine Hand die seine streichelt. Er schreit nicht mehr, sein Atmen beruhigt sich. Nach 11 Minuten rutscht er auf meinen Schoss und erlaubt mir, ihn mit den Armen zu umfangen. Nach einigen Minuten setzt er sich auf und beobachtet die anderen Kinder und in der sechszehnten Minute steht er auf und spielt mit seinen Freunden.
Also ich finde, dass er für sein Alter schon verdammt schnell mit der eigenständigen Selbstregulierung war.

Prävention?


Macht Kinder stark und selbstbewusst!

Baut ihnen ein Fundament aus Liebe, Fürsorge, Vertrauen. Seid ihnen Vorbild und lebt mit ihnen in einer offenen und ehrlichen Beziehung. Alles andere ist Kokolores.  




Sicher bin ich nicht mit allem einverstanden, was er so im Laufe seiner Arbeiten gesagt und geschrieben hat. Wäre ja auch komisch. Unbesehen jedoch: Ein Wegbereiter war er, aber sowas von.
Dieser eine Satz, dieser Satz von ihm fasst so wunderbar klar all meine jahrelangen Erfahrungen mit Kindern, Eltern, Theorien rauf und runter zusammen. Denn ja, unterm Strich ging und geht es letztendlich immer nur darum und um nichts anderes ->